Plattformen

Dieser Abschnitt widmet sich dem Thema x. . 

 

 

Einschulung Plattform

Sicherheitswarnungen

aktuell sind betreffend Plattformen keine Sicherheitswarnungen bekannt.

Checkpunkte

Plattformen testet man durch „Herumhüpfen“. Wenn sich Bretter leicht verbiegen, kann das auf Fäulnis hinweisen.

Es muss aber auch auf die Unterkonstruktion geachtet werden. Denn auch diese kann mit der Zeit morsch werden. Hier ein Beispiel: Dieser Balken der Plattform ist morsch. Durch Klopfen kann man es feststellen, dafür muss man unter die Plattform. Von oben kann man eine Bohrwiderstandsmessung durchführen

Pilze, feuchte Stellen im ansonsten trockenen Pfosten sind verdächtig. Unter den Brettern hält sich gerne Feuchte, es kann sich ausgeprägte Tierwelt entwickeln. Deswegen muss man die Pfosten unter der Plattform testen. Hier bietet sich der Koch-Test an.

Ameisen fressen gerne Holz. Ameisennester sind oft nur sehr lokal. Wenn man Ameisen aus dem Holz krabbeln sieht, muss man die Balken intensiver untersuchen.

Verrottung kann man durch Klopfen auf das Bauteil (Mast, Pfosten, etc) feststellen. Der Unterschied zwischen festem Holz und Verrottetem ist mit etwas Übung und Einschulung deutlich zu hören. Durch den Klopftest kann man jedoch den Zustand nur grob abschätzen. Sobald ein Bauteil „hohl“ klingt, muss man weitere Tests durchführen, z.B. die Bohrwiderstandsmessung oder einen Belastungstest.

Vor allem Kesseldruckimprägniertes Holz fault zuerst innen. Von außen kann der Pfosten noch gut aussehen, aber der Klopftest entlarvt sofort den hohlen Kern.

Ein Hammer mit einer guten Spitze ermöglicht das Erforschen von morschen Stellen.

Ergänzen kann man den Klopftest durch den Koch-Test (benannt nach Markus Koch): Mit einem abgesägten Schraubenzieher oder einem Durchstoßer kann man den Eindringwiderstand gut abschätzen und so die feste Kruste durchstoßen.

 

Um Bohrwiderstandsmessungen durchzuführen benötigt man ein spezielles Gerät sowie eine Ausbildung. Deswegen wird hier nicht auf Details eingegangen.

 

Es wird ein 3 mm dicker Bohrer in das Bauteil gebohrt. Dabei wird der Bohrwiderstand gemessen und grafisch dargestellt. Dadurch kann man die innere Verrottung feststellen. Es gibt Fälle, bei denen nur die ersten 4 cm stark verrottet sind, aber der Rest des Mastens noch eine hohe Festigkeit aufweist. Aber ebenso ist es möglich, dass auch der restliche Mast schon geschwächt ist.

 

Der Vorteil ist, dass man an Stellen messen kann, zu denen man sonst nicht dazukommt, z.B. unter Plattformen oder bei einbetonierten Pfosten.

Mit der Zeit können sich einzelne Bretter trotz Verschraubung oder Annageln lösen. Wenn man merkt, dass sich ein Brett zu lösen beginnt, sollte man es sofort wieder befestigen.

Sollte das gerade nicht möglich sein, kann man durch vorsichtiges Draufhüpfen testen, ob es noch genug Haltekraft hat. Besonders an der Außenseite ist das wichtig. Wenn ein schwerer Teilnehmer auf die Außenkante tritt und dabei das Brett kippt, kann es zu anangenehmen Verletzungen kommen.

Selten aber doch kommt es vor, dass Schrauben oder Nägel herausstehen. Das kann beim Bau passieren oder dadurch, dass das Holz rundherum verrottet / abgenutzt wird und das Metall überbleibt. In diesen Fällen muss darauf geachtet werden, dass keine Verletzungsgefahr entsteht und ggfs ein Schutz draufgegeben werden.

Todfeinde

Es scheint ein ungeschriebenes Gesetz zu sein, dass Plattformen möglichst eng am Baum ausgeschnitten werden müssen.
Das hat gravierende Nachteile:

  1. wächst bald der Baum an die Plattformbretter, kann diese zerstören bzw. sich selbst duch Einwachsen schädigen.
  2. hält sich mangels guter Hinterlüftung dort die Feuchtigkeit sehr gut.

Es gibt keinen Vorteil. Mindestens 10 cm Abstand zum Baum zu lassen hat keinen Nachteil.

 

Wissenswertes

Hier sind die gängigsten Arten, Plattformen  an einem Baum zu befestigen:

  • Klemmen
    Bei der Variante Klemmen werden die Plattformen mittels Gewindestangen an den Baum gepresst. Unterleghölzer können helfen, den lebenden Baum so wenig wie möglich zu beschädigen. Die Plattformen erzeugen durch Pressung die notwendige Reibung und werden so ausreichend an den Bäumen gehalten.
    Pflegehinweis: Durch das Dickenwachstum des Baumes wird bald die Plattform umwallt bis der Baum einen viereckigen Querschnitt hat. Eine Möglichkeit, das zu verhindern besteht in Gummiunterlagen unter den Druckhölzern. Wenn diese zusammengepresst sind, müssen sie gelöst und ggf. erneuert werden.

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  • Duchbohren
    Eine weitere gängige Variante ist es, direkt durch den Baum eine Gewindestange zu bohren und so die notwendige Befestigung für den Baum zu erreichen.
    Pflegehinweis: Auch hier ist es sinnvoll dem Baum das notwendige Dickenwachstum zu erlauben. Wichtig ist ein sauberes Vorgehen beim Bohren, da eine Bohrung eine Schwachstelle für den Baum darstellt und ein Eindringen von schädlichen Pilzen und Krankheiten ermöglicht. 

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  • Garnier-Schrauben
    Mit einem Forstnerbohrer wird die Borke bis ins Holz weggefräst, dann ein Loch gebohrt. Die Fräsung nimmt einen Metallzylinder auf, der die vertikale Kraft ins Holz leitet.
    Diese Art der Befestigung gilt zur Zeit als die schonendste permanente Befestigung an Bäumen.

 

 

  • Anschrauben an Masten
    Da Masten ohnehin bereits abgestorbene Bäume sind, kann man die Plattformen direkt am Masten anbringen.
    Pflegehinweis: Bei abgestorbenen Bäumen ist selbstverständlich zu berücksichtigen das diese falls Dauerfeuchtigkeit herrscht, morsch werden können. Speziell hier sollte man unter den Plattformen regelmäßig nachsehen, ob eine ausreichende Festigkeit noch gegeben ist. 

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Vor allem unter Plattformen muss genau auf Verrottung geachtet werden. Der abgestorbene Baum im Bild brach genau unter der Plattform. Man sieht bei der Bruchstelle die dunklen Flecken von der Einspannung der Kanthölzer. Man muss entweder eine Bohrwiderstandsmessung im Winkel unter die Plattform machen und/oder einen Belastungstest. Aber Achtung, vom Boden aus ist eine Inspektion einer Totstelle unter einer Plattform schlecht möglich.!! Link zu abgestorbene Bäume!!

Ähnlich wie bei Masten gibt es einige Holzarten, welche sich für den Bau von Plattformen besonders eignen.

  • Robinie
    Ein gegen Verrottung sehr widerstandsfähiges Holz. Vor allem nach Entfernen des Splintholzes bleiben Plattformen viele Jahre verrottungsfrei.
  • Lärche – langlebig & witterungsbeständig
    Speziell zu erwähnen ist die Lärche, da diese besonders langlebige Eigenschaften bezüglich Witterungsbeständigkeit hat. 
  • Fichte – gute Baueigenschaften
    Falls man die Plattformen ohnehin in regelmäßigen Abständen lockern und abändern muss, eignet sich auch die Fichte. Diese ist kurzlebiger als die Lärche, ist kostengünstig und hat gute Baueigenschaften.
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