Flying Fox

Flying Fox – auch Seilrutschten, Ziplines genannt – sind sehr beliebt und es gibt sie in verschiedenen Variationen. Diese gehören zu einer der Hauptquellen von Unfällen im Seilgarten und verdienen deshalb besonderes Augenmerk. 

Sicherheitswarnungen

Aufgrund zahlreicher Unfälle hat die SISKA einen Artikel zum Thema „Flying Fox / Seilrutschen / Zip Lines“ veröffentlicht.

Inhalte sind: Unfälle vor Gericht / Einweisung udn Risikoaufklärung / Seilrutschenbau: Was ist bezüglich Auffangsstation zu beachten? / Technische Empfehlungen für die Bremsphase / Gefahrenanalyse für Seilrutschen / Auszug aud der DIN EN 15567-1:2015 bezüglich Seilrutschen.

Sicherheitsempfehlung als PDF

Drahtbrüche sind bei Stahlseilen bekannt geworden, die durch starkes Baumwachstum ungewöhnlich stark gespannt waren und einen hohen Spreizwinkel aufwiesen, aber immer unter der baumnächsten Klemme.

SISKA-Hinweis „mögliche Drahtseilschäden“ als PDF

Aufgrund zahlreicher Unfälle hat die SISKA einen Artikel zum Thema „Flying Fox / Seilrutschen / Zip Lines“ veröffentlicht.

Inhalte sind: Unfälle vor Gericht / Einweisung udn Risikoaufklärung / Seilrutschenbau: Was ist bezüglich Auffangsstation zu beachten? / Technische Empfehlungen für die Bremsphase / Gefahrenanalyse für Seilrutschen / Auszug aud der DIN EN 15567-1:2015 bezüglich Seilrutschen.

Sicherheitsempfehlung als PDF

Drahtbrüche sind bei Stahlseilen bekannt geworden, die durch starkes Baumwachstum ungewöhnlich stark gespannt waren und einen hohen Spreizwinkel aufwiesen, aber immer unter der baumnächsten Klemme.

SISKA-Hinweis „mögliche Drahtseilschäden“ als PDF

Checkpunkte

Aufgrund des Befahrens des Seils mit der Rolle nutzen sich hier Stahlseile rascher als bei anderen Elementen ab und sollten regelmäßig überprüft werden. Die Häufigkeit ist von der Anzahl der TeilnehmerInnen, der Art des Stahlseiles, der Qualität der Rollen, der Bauweise, dem Durchhang und der Länge abhängig. Deshalb kann man keine allgemein gültigen Zeiträume angeben.

Vor allem nach den ersten Metern treten Drahtbrüche zuerst bzw. gehäuft auf, wo vom Hineinspringen die größte Belastung auf die Rolle kommt.

!!Hier die Anleitung zur operativen Inspektion auf Drahtbrüche.!!

Landezonen müssen regelmäßig – in manchen Fällen sogar täglich –  überprüft werden, wobei man auf folgende Punkte achten sollte:

  • Ist die Polsterung intakt?
  • Ist die Landezone frei von Hindernissen? (versteckte Baumstümpfe, Kanten,…)
  • Sind die Hackschnitzel noch ausreichend dick und Kanten verdeckt?

Landezonen sind ein sehr umfangreiches Thema, weshalb wir dafür eine eigene Seite „Boden und Landezone“ angelegt haben.

  • Wachsen Bäume/Äste in den Freiraum?
  • Sind Wege und Straßen unterhalb, wi der Abstand nicht ausreicht (Durchgangs/-fahrtshöhe)
  • Sind Matten am seitlichen Baum durchgetreten oder verschoben?

Die Anlandegeschwindigkeit ist vom Durchhang, dem Wind,  Größe, Form und Gewicht der Teilnehmer etc abhängig. Von daher sollte man nicht nur den Standard-Teilnehmer sondern auch die extrem Werte berücksichtigen. Rückenwind, kaltes Wetter, große, schwere Person – starker Gegenwind, warmes Wetter, kleine, zierliche Person.

Man sollte bedenken, dass sich durch das Wachstum der Bäume je nach Bauweise auch der Durchhang des Flying Fox verringern kann.

Nach Starkwind-Ereignissen sollte man den Flying Fox jedenfalls mit dem zugelassenen Maximalgewicht und einer großen Person testen.

Gegegebenenfalls muss der Durchhang angepasst werden, damit eine sichere Landung gewährleistet ist.

Ab einer gewissen Länge bzw. Steilheit reicht die reine Schwerkraftbremse nicht aus und es braucht weitere Maßnahmen.

Meist wird das schon beim Bau festgelegt. Aber nach dem Wechsel des Stahlseils, der Rolle oder Veränderung anderer Faktoren muss man das neu evaluieren.

Immer wieder kommen wir zu Seilgärten, die keine Notfallsbremse haben – auch wenn bis dato nichts passiert ist, ist dies eine Sicherheitslücke und ein grober Normverstoß.

Das beste Bremssystem kann versagen, wenn es nicht gewartet wurde oder beschädigt ist. Darum ist die regelmäßige Überprüfung der Geräte durch einen Sachkundigen genauso wichtig wie die Sichtprüfung bei der operativen oder täglichen Inspektion – je nachdem wie  anfällig das Bremssystem ist.

Außerdem empfiehlt sich bei der Wiederinbetriebnahme wie des Aufbau des Bremssystems nach der Winterpause das 4-Augen-Prinzip: Der eine baut, der andere kontrolliert.

Ob eine Notfallsbremse funktionioniert oder nicht, muss man VOR dem Ernstfall testen. Das ist auch in vielen Manualen vorgegeben, nur leider wird es zu selten gemacht.

Egal ob man einen Automaten oder eine Reihe von Gokartreifen plus Matte bzw. eine Kombination darauf verwendet, soll man sie mit der ungünstigen Bedingung testen. Hier findest du die Sicherheitswarnung von SISKA mit Hinweisen zur Durchführung.!!!

Polsterung ist an folgenden Stellen sinnvoll:

  • Am Ende der Zipline
    Oft empfiehlt es sich den Baum oder Masten am Ende der Zipline zu polstern, da bei einer fehlenden oder nicht ausreichenden Landezone dieser zu schnell erreicht werden kann. Speziell bei schnellen Ziplines ist dies zu empfehlen.
  • Bei Ablassgeräten mit Kollisionsgefahr
    Manchmal kann durch die Pendelbewegung eine Kollision mit dem Baum / Mast beim Abfahren möglich sein. Besonders wenn ein Bauteil herausragt, kann es kritisch werden. Hier empfiehlt sich ebenfalls eine gute Polsterung.
  • Im Freiraum der Zipline
    Manchmal ist im Freiraum der Zipline ein Baum / Mast der bei Pendelbewegung gestreift werden kann. Dieser muss mit einer entsprechend dicken Matte gepolstert werden. Wenn die Geschwindigkeit bei der Kollision zu hoch ist, muss der Baum / Mast ggfs auch entfernt werden.
  • Bei Elementen mit Anprallgefahr
    Bei Sprüngen und bei Elementen mit starker Neigung kann eine Polsterung Sinn machen.

Wichtig ist dabei zu beachten, dass bespielsweise Bäume hereinwachsen können, sich der Durchhang der Zipline verändern kann usw. Deshalb sollte man immer wieder ein Augenmerk darauf legen.

Mehr dazu findest du unter Wissenwertes

Neben der Frage, ob eine Polsterung notwendig ist, muss man bei bestehender Polsterung darauf achten:

  • Sitzt sie noch an der richtigen Position (verrutschen, verdrehen etc)?
  • Ist sie beschädigt (Wildfrass, Witterungsschäden etc)?
  • Ist die Dämpfung noch gegeben?
  • Schnürt die Befestigung den Baum ein?

Auf all diese Punkte muss man rechtzeitig reagieren und ggfs die Polsterung adjustieren bzw. erneuern.

Bei kreuzenden Ziplines muss dringend auf folgendes Phänomen geachtet werden:

Wenn jemand in eine Zipline hineinspringt, gibt es eine Welle im Stahlseil, die bewirkt, dass das Stahlseil nach oben schnalzt. Wenn zur gleichen Zeit oben jemand fährt, dann kann das nach oben schnalzende Stahlseil diese Person treffen und im ungünstigsten Fall das Verbindungsmittel abschneiden.

Im Klartext bedeutet das, dass der Abstand nur gemessen werden kann, wenn sich eine (schwere) Person über die Kreuzung hängt und eine andere die darunter verlaufende Zipline zum starken Schwingen bringt.

Aufgrund des Befahrens des Seils mit der Rolle nutzen sich hier Stahlseile rascher als bei anderen Elementen ab und sollten regelmäßig überprüft werden. Die Häufigkeit ist von der Anzahl der TeilnehmerInnen, der Art des Stahlseiles, der Qualität der Rollen, der Bauweise, dem Durchhang und der Länge abhängig. Deshalb kann man keine allgemein gültigen Zeiträume angeben.

Vor allem nach den ersten Metern treten Drahtbrüche meist zuerst bzw. gehäuft auf, wo vom Hineinspringen die größte Belastung auf die Rolle kommt.

!!Hier die Anleitung zur operativen Inspektion auf Drahtbrüche.!!

Landezonen müssen regelmäßig – in manchen Fällen sogar täglich –  überprüft werden, wobei man auf folgende Punkte achten sollte:

  • Ist die Polsterung intakt?
  • Ist die Landezone frei von Hindernissen? (versteckte Baumstümpfe, Kanten,…)
  • Sind die Hackschnitzel noch ausreichend dick und Kanten verdeckt?

Landezonen sind ein sehr umfangreiches Thema, weshalb wir dafür eine eigene Seite „Boden und Landezone“ angelegt haben.

  • Wachsen Bäume/Äste in den Freiraum?
  • Sind Wege und Straßen unterhalb, wo der Abstand nicht ausreicht (Durchgangs/-fahrtshöhe)
  • Sind Matten am seitlichen Baum durchgetreten oder verschoben?

Die Anlandegeschwindigkeit ist vom Durchhang, dem Wind, Größe, Form und Gewicht der Teilnehmer etc abhängig. Von daher sollte man nicht nur den Standard-Teilnehmer sondern auch die extrem Werte berücksichtigen. Rückenwind, kaltes Wetter, große, schwere Person – starker Gegenwind, warmes Wetter, kleine, zierliche Person.

Man sollte bedenken, dass sich durch das Wachstum der Bäume je nach Bauweise auch der Durchhang des Flying Fox verringern kann.

Nach Starkwind-Ereignissen sollte man den Flying Fox jedenfalls mit dem zugelassenen Maximalgewicht und einer großen Person testen.

Gegegebenenfalls muss der Durchhang angepasst werden, damit eine sichere Landung gewährleistet ist.

Ab einer gewissen Steilheit reicht die reine Schwerkraftbremse nicht aus und es braucht weitere Maßnahmen.

Meist wird das schon beim Bau festgelegt. Aber nach dem Wechsel des Stahlseils, der Rolle oder Veränderung anderer Faktoren muss man das neu evaluieren.

Immer wieder kommen wir zu Seilgärten, die keine Notfallsbremse haben – auch wenn bis dato nichts passiert ist, ist dies eine Sicherheitslücke und ein grober Normverstoß.

Das beste Bremssystem kann versagen, wenn es nicht gewartet wurde oder beschädigt ist. Darum ist die regelmäßige Überprüfung der Geräte durch einen Sachkundigen genauso wichtig wie die Sichtprüfung bei der operativen oder täglichen Inspektion – je nachdem wie  anfällig das Bremssystem ist.

Außerdem empfiehlt sich bei der Wiederinbetriebnahme, wie des Aufbau des Bremssystems nach der Winterpause, das 4-Augen-Prinzip: Der eine baut, der andere kontrolliert.

Ob eine Notfallsbremse funktionioniert oder nicht, muss man VOR dem Ernstfall testen. Das ist auch in vielen Manualen vorgegeben, nur leider wird es zu selten gemacht.

Egal ob man einen Automaten oder eine Reihe von Gokartreifen plus Matte bzw. eine Kombination darauf verwendet, soll man sie mit der ungünstigen Bedingung testen. Hier findest du die Sicherheitswarnung von SISKA mit Hinweisen zur Durchführung.!!!

Polsterung ist an folgenden Stellen sinnvoll:

  • Am Ende der Zipline
    Oft empfiehlt es sich den Baum oder Masten am Ende der Zipline zu polstern, da bei einer fehlenden oder nicht ausreichenden Landezone dieser zu schnell erreicht werden kann. Speziell bei schnellen Ziplines ist dies zu empfehlen.
  • Bei Ablassgeräten mit Kollisionsgefahr
    Manchmal kann durch die Pendelbewegung eine Kollision mit dem Baum / Mast beim Abfahren möglich sein. Besonders wenn ein Bauteil herausragt, kann es kritisch werden. Hier empfiehlt sich ebenfalls eine gute Polsterung.
  • Im Freiraum der Zipline
    Manchmal ist im Freiraum der Zipline ein Baum / Mast der bei Pendelbewegung gestreift werden kann. Dieser muss mit einer entsprechend dicken Matte gepolstert werden. Wenn die Geschwindigkeit bei der Kollision zu hoch ist, muss der Baum / Mast ggfs auch entfernt werden.
  • Bei Elementen mit Anprallgefahr
    Bei Sprüngen und bei Elementen mit starker Neigung kann eine Polsterung Sinn machen.

Wichtig ist dabei zu beachten, dass bespielsweise Bäume hereinwachsen können, sich der Durchhang der Zipline verändern kann usw. Deshalb sollte man immer wieder ein Augenmerk darauf legen.

Mehr dazu findest du unter Wissenwertes

Neben der Frage, ob eine Polsterung notwendig ist, muss man bei bestehender Polsterung darauf achten:

  • Sitzt sie noch an der richtigen Position (verrutschen, verdrehen etc)?
  • Ist sie beschädigt (Wildfrass, Witterungsschäden etc)?
  • Ist die Dämpfung noch gegeben?
  • Schnürt die Befestigung den Baum ein?

Auf all diese Punkte muss man rechtzeitig reagieren und ggfs die Polsterung adjustieren bzw. erneuern.

Bei kreuzenden Ziplines muss dringend auf folgendes Phänomen geachtet werden:

Wenn jemand in eine Zipline hineinspringt, gibt es eine Welle im Stahlseil, die bewirkt, dass das Stahlseil nach oben schnalzt. Wenn zur gleichen Zeit oben jemand fährt, dann kann das nach oben schnalzende Stahlseil diese Person treffen und im ungünstigsten Fall das Verbindungsmittel abschneiden.

Im Klartext bedeutet das, dass der Abstand nur gemessen werden kann, wenn sich eine (schwere) Person über die Kreuzung hängt und eine andere die darunter verlaufende Zipline zum starken Schwingen bringt.

Todfeinde

Zu steile Ziplines ohne ausreichendes Bremssystem – vor allem ohne Notfallbremse –  sind eine häufige Unfallursache

Viele Kollisionsunfälle passieren, weil kein Frühstartsystem installiert ist. Zumindest die Einschulung muss man intensiv darauf hinweisen. Bei längeren Ziplines mit hohem Tempo sind technische Systeme vorzuziehen.

Vor allem bei höheren Landegeschwindigkeiten und der Möglichkeit, dass sich die Teilnehmer drehen ist die Gefahr, ungebremst mit dem Rücken an eine Kante zu fahren, groß

Der Freiraum, der auch durch „normales“ seitliches Schaukeln erreicht werden kann, muss entweder frei von Hindernissen sein oder diese müssen gepolstert sein.
Aber Vorsicht: 50 km/h entsprechen einem Sprung vom 10-Meterturm auf ein Hindernis. Bei so einem Aufprall genügt es nicht, eine normale Matte anzubringen. Siehe Container Matten!!

Zu steile Ziplines ohne ausreichendes Bremssystem – vor allem ohne Notfallbremse –  sind eine häufige Unfallursache

Viele Kollisionsunfälle passieren, weil kein Frühstartsystem installiert ist. Zumindest die Einschulung muss man intensiv darauf hinweisen. Bei längeren Ziplines mit hohem Tempo sind technische Systeme vorzuziehen.

Vor allem bei höheren Landegeschwindigkeiten und der Möglichkeit, dass sich die Teilnehmer drehen ist die Gefahr, ungebremst mit dem Rücken an eine Kante zu fahren, groß

Der Freiraum, der auch durch „normales“ seitliches Schaukeln erreicht werden kann, muss entweder frei von Hindernissen sein oder diese müssen gepolstert sein.
Aber Vorsicht: 50 km/h entsprechen einem Sprung vom 10-Meterturm auf ein Hindernis. Bei so einem Aufprall genügt es nicht, eine normale Matte anzubringen. Siehe Container Matten!!

Wissenswertes

Seilrutschen sind einerseits eine der häufigsten Übungen in Seilgärten, andererseits sind sie eine der häufigsten Unfallstellen.  Deswegen gibt es zahlreiche Regeln, die man sich genau ansehen sollte.

Die häufigsten Unfallursachen: 

  • Kollision durch Frühstart. Eine Person hängt in der Mitte oder noch schwerwiegender: hat die Plattform nicht erreich und rollt zurück und die nächste Person rollt bereits hinunter.
  • Verletzung bei der Landung. Keine Matte vorhanden, zu hohe Geschwindigkeit.
  • Anprall an seitliche Hindernisse (Bäume), vor allem wenn die Matter verrutscht, falsch angebracht oder durchgetreten ist. Oder gar keine Matte vorhanden ist.

Der Seilrutsche ist ein ganzes Kapitel gewidmet. Hier sind die wichtigsten Regeln:

  • Es muss immer eine passive Bremse vorhanden sein, die „automatisch“ funktioniert. Sobald ein Trainer oder Teilnehmer etwas tun muss, ist die Bremse aktiv.
  • Es muss immer ein Notfallsystem vorhanden sein. Wenn die primäre („normale“) Bremse versagt, darf es unten keinen Einschlag geben, bei dem die Gefahr des Todes oder einer schweren Verletzung besteht.
  • Es muss ein System zur Abfahrtregelung angewendet werden, wenn ein Teil der Seilrutsche oder des Landebereichs von der Startposition aus nicht eingesehen werden kann.


Für die operative Inspektion: man hängt sich kurz ein, so dass das Seil auf Augenhöhe ist und fährt den Flying Fox langsam ab. Dabei schaut man vor allem von oben auf Drahtbrüche und achtet allgemein auf Veränderungen wie Ausbuchtungen. Gleichzeitig kann man mit der Hand fühlen: Drahtbrüche wirken wie eine kleine Rauigkeit. Manche nehmen auch ein weiches, faseriges Tuch oder Wolle, die Drahtbrüche ziehen die Fäden heraus.

Empfehlung: gefundene Drahtbrüche mit einem Stift markieren und fotografieren – so kann man später leichter die Veränderung feststellen.

Hinweis: Wenn mal die ersten Schwächungen abgetreten sind – sprich einzelne Drähte immer dünner geworden sind, geht es in Folge immer rascher. Dann ist es Zeit den Abstand zwischen den Inspektionszyklen zu reduzieren.

 

 

Hier ist der Link zu den Ablegekriterien

Auf Ziplines erreicht man problemlos bis 50 km/h, oft auch schneller. Das ist bei Anprall an einen seitlichen Baum interessant. Für die Anlandung ist die Anlandegeschwindigkeit entscheidend. 20 km/h klingt nicht nach viel. Um sich vorzustellen, wie sich die Geschwindigkeit auf einer Zipline auswirkt, kann man sich z.B. als Radfahrer bei 20 km/h vorstellen, man prallt mit dieser Geschwindigkeit an einen Baum.

Oder: Man vergleicht es mit einem Sprung auf den Boden (z.B. mit gestrecktem Fuß): 50 km/h entsprechen einem Sprung aus 10 m Höhe. Klettern Sie im Schwimmbad auf den 10-m-Turm oder schauen Sie vom 4. Stock hinunter und stellen Sie sich vor, dort liegt eine normale Matte und Sie springen drauf.

15 km/h entsprechen einem Sprung von der Tischplatte auf den Boden. Wenn Sie da nicht gut federn, kann es zu ernstzunehmenden Verletzungen kommen. 22 km/h schon aus 2 m Höhe.

Seitliches Pendeln ist ein Problem, wenn dadurch ein seitliches Hindernis erreichbar ist. (Seitliches) Wegspringen muss man, wenn die Gefahr des seitlichen Anpralls besteht, in der Einschulung einprägsam verbieten. Dennoch muss man zusätzlich das Hindernis polstern, da Pendeln eine erwartbare Fehlanwendung ist. Es besteht auch die Möglichkeit, durch seitliche Begrenzung (z.B. aus Torstangen) schräges Wegspringen zu verhindern.

Polsterungen sind eine mögliche Maßnahme, wenn die Wahrscheinlichkeit besteht, dass ein Teilnehmer gegen ein Hindernis, z.B. Baum prallen kann.
Es muss hier ausdrücklich darauf hingewiesen werden, dass Polsterungen niemals bei einem Aufprall, selbst bei Schrittgeschwindigkeit, einfache Brüche, somit ernsthafte Verletzungen verhindern können.
Wenn man zum Beispiel 50 cm dicke Hochsprungmatten nimmt, dann sind die nur für Aufprallgeschwindigkeiten bis 22 km/h zulässig. Diese können aber nicht Brüche bei schlechter Landung vermeiden. Für Hindernisse, an die man mit ca. 50 km/h prallen kann, müsste man Stabhochsprungmatten mit 80 bis 90 cm Dicke nehmen. Diese Geschwindigkeit kann erreicht werden, wenn Polsterung als Notfallsbremse (z.b. beim Ausfall des Zipstops) verwendet wird.

Für den Schulsport gilt:

  • 15 cm Dicke bis 17 km/h
  • 20 cm Dicke bis 18 km/h

Bei ausreichender Schulung von Teilnehmern könnte eine Regel im Schulsport dienen, wonach man solche Matten bis 21 km/h verwenden kann, wenn die Schüler aktiv landen können. Das muss dann aber ausreichend geschult werden.!!Quelle: DGUV – Matten!!

 

Aber immer beachten: Matten können auch bei einem sehr langsamen Anprall einfache Brüche nicht verhindern.

 
 

Forderungen betreffend Landezonen bei Seilrutschen (Kap. 4.3.4.2.4):
Es muss eine Primärbremse vorhanden sein, um … das Verletzungsrisiko auf ein zulässiges Maß zu mindern.
Immer wenn ein Ausfall der Primärbremse ein ernstzunehmendes Risiko in Bezug auf eine ernsthafte Verletzung darstellt, muss eine Notfallbremse vorhanden sein.

Exkurs:
Daraus ergibt sich, dass unter das „zulässige Maß“ nicht eine ernsthafte Verletzung umfasst. Im Klartext: Die Seilrutsche muss so gebaut sein, dass man sich nicht das Handgelenk oder das Sprunggelenk brechen kann. Da schon Umknicken im Stehen oder das Abstützen beim Ausrutschen auf dem Gehweg zu einem Bruch führen kann, sind somit sämtliche Anlandungen mit einer Geschwindigkeit von mehr als 4 km/h nicht durchführbar – selbst mit Polsterungen nicht, weil keine Polsterung kann einen Hand- oder Sprunggelenksbruch verhindern.

Wir müssen also damit leben, dass diese Normanforderungen im Grunde nicht erfüllt werden kann.

Seilrutschen sind einerseits eine der häufigsten Übungen in Seilgärten, andererseits sind sie eine der häufigsten Unfallstellen.  Deswegen gibt es zahlreiche Regeln, die man sich genau ansehen sollte.

Die häufigsten Unfallursachen: 

  • Kollision durch Frühstart. Eine Person hängt in der Mitte oder noch schwerwiegender: hat die Plattform nicht erreich und rollt zurück und die nächste Person rollt bereits hinunter.
  • Verletzung bei der Landung. Keine Matte vorhanden, zu hohe Geschwindigkeit.
  • Anprall an seitliche Hindernisse (Bäume), vor allem wenn die Matter verrutscht, falsch angebracht oder durchgetreten ist. Oder gar keine Matte vorhanden ist.

Der Seilrutsche ist ein ganzes Kapitel gewidmet. Hier sind die wichtigsten Regeln:

  • Es muss immer eine passive Bremse vorhanden sein, die „automatisch“ funktioniert. Sobald ein Trainer oder Teilnehmer etwas tun muss, ist die Bremse aktiv.
  • Es muss immer ein Notfallsystem vorhanden sein. Wenn die primäre („normale“) Bremse versagt, darf es unten keinen Einschlag geben, bei dem die Gefahr des Todes oder einer schweren Verletzung besteht.
  • Es muss ein System zur Abfahrtregelung angewendet werden, wenn ein Teil der Seilrutsche oder des Landebereichs von der Startposition aus nicht eingesehen werden kann.

Für die operative Inspektion: man hängt sich kurz ein, so dass das Seil auf Augenhöhe ist und fährt den Flying Fox langsam ab. Dabei schaut man vor allem von oben auf Drahtbrüche und achtet allgemein auf Veränderungen wie Ausbuchtungen. Gleichzeitig kann man mit der Hand fühlen: Drahtbrüche wirken wie eine kleine Rauigkeit. Manche nehmen auch ein weiches, faseriges Tuch oder Wolle, die Drahtbrüche ziehen die Fäden heraus.

Empfehlung: gefundene Drahtbrüche mit einem Stift markieren und fotografieren – so kann man später leichter die Veränderung feststellen.

Hinweis: Wenn mal die ersten Schwächungen abgetreten sind – sprich einzelne Drähte immer dünner geworden sind, geht es in Folge immer rascher. Dann ist es Zeit den Abstand zwischen den Inspektionszyklen zu reduzieren.

 

 

Hier ist der Link zu den Ablegekriterien

Auf Ziplines erreicht man problemlos bis 50 km/h, oft auch schneller. Das ist bei Anprall an einen seitlichen Baum interessant. Für die Anlandung ist die Anlandegeschwindigkeit entscheidend. 20 km/h klingt nicht nach viel. Um sich vorzustellen, wie sich die Geschwindigkeit auf einer Zipline auswirkt, kann man sich z.B. als Radfahrer bei 20 km/h vorstellen, man prallt mit dieser Geschwindigkeit an einen Baum.

Oder: Man vergleicht es mit einem Sprung auf den Boden (z.B. mit gestrecktem Fuß): 50 km/h entsprechen einem Sprung aus 10 m Höhe. Klettern Sie im Schwimmbad auf den 10-m-Turm oder schauen Sie vom 4. Stock hinunter und stellen Sie sich vor, dort liegt eine normale Matte und Sie springen drauf.

15 km/h entsprechen einem Sprung von der Tischplatte auf den Boden. Wenn Sie da nicht gut federn, kann es zu ernstzunehmenden Verletzungen kommen. 22 km/h schon aus 2 m Höhe.

Seitliches Pendeln ist ein Problem, wenn dadurch ein seitliches Hindernis erreichbar ist. (Seitliches) Wegspringen muss man, wenn die Gefahr des seitlichen Anpralls besteht, in der Einschulung einprägsam verbieten. Dennoch muss man zusätzlich das Hindernis polstern, da Pendeln eine erwartbare Fehlanwendung ist. Es besteht auch die Möglichkeit, durch seitliche Begrenzung (z.B. aus Torstangen) schräges Wegspringen zu verhindern.

Polsterungen sind eine mögliche Maßnahme, wenn die Wahrscheinlichkeit besteht, dass ein Teilnehmer gegen ein Hindernis, z.B. Baum prallen kann.
Es muss hier ausdrücklich darauf hingewiesen werden, dass Polsterungen niemals bei einem Aufprall, selbst bei Schrittgeschwindigkeit, einfache Brüche, somit ernsthafte Verletzungen verhindern können.
Wenn man zum Beispiel 50 cm dicke Hochsprungmatten nimmt, dann sind die nur für Aufprallgeschwindigkeiten bis 22 km/h zulässig. Diese können aber nicht Brüche bei schlechter Landung vermeiden. Für Hindernisse, an die man mit ca. 50 km/h prallen kann, müsste man Stabhochsprungmatten mit 80 bis 90 cm Dicke nehmen. Diese Geschwindigkeit kann erreicht werden, wenn Polsterung als Notfallsbremse (z.b. beim Ausfall des Zipstops) verwendet wird.

Für den Schulsport gilt:

  • 15 cm Dicke bis 17 km/h
  • 20 cm Dicke bis 18 km/h

Bei ausreichender Schulung von Teilnehmern könnte eine Regel im Schulsport dienen, wonach man solche Matten bis 21 km/h verwenden kann, wenn die Schüler aktiv landen können. Das muss dann aber ausreichend geschult werden.!!Quelle: DGUV – Matten!!

 

Aber immer beachten: Matten können auch bei einem sehr langsamen Anprall einfache Brüche nicht verhindern.

 
 

Forderungen betreffend Landezonen bei Seilrutschen (EN 15567-1 Kap. 4.3.4.2.4):
Es muss eine Primärbremse vorhanden sein, um … das Verletzungsrisiko auf ein zulässiges Maß zu mindern.
Immer wenn ein Ausfall der Primärbremse ein ernstzunehmendes Risiko in Bezug auf eine ernsthafte Verletzung darstellt, muss eine Notfallbremse vorhanden sein.

Exkurs:
Daraus ergibt sich, dass unter das „zulässige Maß“ nicht eine ernsthafte Verletzung umfasst. Im Klartext: Die Seilrutsche muss so gebaut sein, dass man sich nicht das Handgelenk oder das Sprunggelenk brechen kann. Da schon Umknicken im Stehen oder das Abstützen beim Ausrutschen auf dem Gehweg zu einem Bruch führen kann, sind somit sämtliche Anlandungen mit einer Geschwindigkeit von mehr als 4 km/h nicht durchführbar – selbst mit Polsterungen nicht, weil keine Polsterung kann einen Hand- oder Sprunggelenksbruch verhindern.

Wir müssen also damit leben, dass diese Normanforderungen im Grunde nicht erfüllt werden kann.

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