Abspannungen

Abspannungen scheinen nur die Nebendarsteller zu sein, haben aber eine entscheidende Rolle. Sie leiten die auftretenden Kräfte ab und geben Masten und abgestorbenen Bäumen Stabilität. Bei langen Flying Foxen sind sie sogar bei Bäumen relevant.

Sicherheitswarnungen

Derzeit ist keine SISKA Warnung vorhanden.

Checkpunkte

Der Durchhang sollte sich nicht verändern, denn das deutet auf einen nachgebenden Erdanker, einer schadhaften Befestigung oder einer Veränderung des abgespannten Teils hin.

Schräge Abspannungen können für Teilnehmer am Boden, Wanderer, Radfahrer usw. gefährlich sein, wenn sie darunter durchfahren und sich z.B. strangulieren. Es ist auch eine Normvorgabe, dass sie sichtbar gemacht oder geschützt werden müssen.

Ein Stahlseil kann vom Rasenmäher beschädigt werden. Große Rasenmäher können auch daumendicke Stahlstangen zerstören.

Es ist sinnvoll, Klemmen im gleichen Abstand anzubringen. Bei Überlast beginnen sie in der Regel zu rutschen. Der Abstand verändert sich, bis zwei Klemmen zusammenrutschen.

Gleichzeitig erkennt man oft an der Verformung der Kausche, dass das Stahlseil gerutscht ist.

Das Markieren der Klemmen ist  dann sinnvoll, wenn man eine Überlast vermutet – entweder weil ein besonderes Ereignis stattgefunden hat oder wenn im Zuge der operativen Inspektion eine Veränderung feststellt bzw. vermutet.

 

Hier findest du, was im Fall von verrutschten Klemmen zu tun ist.

Wenn die Abspannung von der Plattform oder aus einer Übung erreichbar ist, muss sie gegen Benutzung gesichert werden, damit sich nicht Teilnehmer oder Trainer versehentlich einhängen.

Bei einer Sicherung durch beispielsweise eine Klemme muss man darauf achten, dass diese so weit unten angebracht ist, dass man sich dahinter einhängen kann.

Da in Extremsituationen (dramatische Rettung) auch Trainer zu Blackout-Reaktionen neigen, sollten erreichbare Abspannungen prinzipiell gesichert werden.

Vor allem wenn man Abspannungen nachträglich einfügt, um beispielsweise einen abgestorbenen Baum zu unterstützen, muss man auf die korrekte Ableitung der Kräfte achten. Aber auch wenn man ein Element auf einen anderen Mast umhängt, muss man die Ableitung der Kräfte (Richtung der Abspannungen) neu kontrollieren.

Ein häufiger Fehler ist, dass die Abspannung zu hoch angesetzt wird und dadurch ein belastender Hebel im Mast anstatt eine Unterstützung entsteht.

Todfeinde

Rasenmäher können das Seil zerstören, Baumaschinen bleiben möglicherweise hängen, wenn die Durchfahrtshöhe nicht beachtet wurde.

Wissenswertes

Bei einer seitlichen Belastung von Bäumen und Masten muss sicher gestellt sein, dass dieses Tragwerk die Belastungen aushält. Eine Abspannung bewirkt, dass die seitliche Belastung senkrecht nach unten in den Stamm und ins Fundament abgeleitet wird. Bäume sind in der Regel (außer bei sehr langen Ziplines) stark genug, um alle im Seilgarten auftretenden Lasten zu halten. Lebende Bäume brauchen in Normalfall keine Abspannungen – abgestorbene Bäume und Masten sehr wohl.

Abspannungen werden oft am meisten belastet, da sie eine Last im Winkel ableiten. Bei einer ungefähr 60 Grad steilen Abspannung wird die oben waagrecht eingeleitete Last verdoppelt. Das muss in der Statik beachtet werden, weil man bei steilen Abspannwinkeln oft die meisten Bauteile überlastet.

In diesem Fall sollte man die Klemmen lösen und darunterschauen, ob das Stahlseil beschädigt ist. Zusätzlich müssen auch die Anschlagspunkte überprüft werden. Wenn keine Schäden vorhanden sind, kann man die Klemmen neu anbringen, markieren und regelmäßig alle 1-2 Wochen kontrollieren, ob das Problem weiter besteht.

Folgende mögliche Ursachen müssen in Betracht gezogen werden:

  • einmalige Überlast durch außergewöhnlichen Sturm oder eine Baumaschine,
  • zu locker angezogen,
  • falsche statische Berechnung – andauernde Überlast im Betrieb.
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