Sicherheitswarnungen

Die Welt des Kletterns hat in Bezug auf Ausrüstung beträchtliche technologische Fortschritte verzeichnet. Es gibt jedoch immer noch Bedenken hinsichtlich der Sicherheit von Materialien, die in Seilgärten verwendet werden. Daher ist es wichtig, sich der Warnungen in Bezug auf die Ausrüstung und Materialien von Seilgärten bewusst zu sein.

 

Eine der renommiertesten Organisationen, die in diesem Zusammenhang Sicherheit gewährleistet, ist SISKA (Sicherheitskreis Seilkletteranlagen e.V.). Es ist jedoch ebenso wichtig, auf spezifische Rückrufe der Hersteller zu achten. Die Verwendung fehlerhafter Produkte kann das Leben des Benutzers gefährden, was bedeutet, dass sie unter keinen Umständen verwendet werden sollten. Sicherheit sollte beim Klettern immer oberste Priorität haben, da es sich um eine Sportart mit einem hohen körperlichen Risiko handelt und es wichtig ist, sicherzustellen, dass alle Ausrüstungsgegenstände von höchster Qualität sind, um diese Risiken zu minimieren.

SISKA Sicherheitswarnungen / Sicherheitshinweise / Empfehlungen

Die SISKA, Sicherheitskreis Seilkletteranlagen, ist eine Gruppe von Inspektoren und Gutachter und erarbeitet auf Basis von Beinahe- und Unfällen Sicherheitswarnungen, Sicherheitshinweise und Empfehlungen. Diese sind auch auf der Homepage www.siska.at zu finden.

Sicherheitswarnungen
werden auf Grund zumindest eines schweren Unfalles im Zusammenhang mit Seilkletteranlagen herausgegeben.

 
Sicherheitshinweise
werden herausgegeben, falls auf Grund der Einschätzung der SISKA – Mitglieder eine Unfallwahrscheinlichkeit mit ernsthaften Unfallfolgen besteht.
 
Empfehlungen
dienen allgemein der Unfallprävention und der Risikominimierung.

Weitere Warnungen und Rückrufe

Hier werden die Rückrufaktionen und Warnungen von Herstellern zu finden sein. Außerdem erfährst du von Erkenntnissen und Hinweisen aus unserer Inspektionstätigkeit.

Deadly Traps

Eine „Deadly Trap“ ist eine verdeckte Gefahrenstelle. Wir haben diesem Thema einen gemeinsamen Bereich gewidmet, damit du sie alle auf einem Blick gesammelt hast.  Unten findest du zwei Beispiele – mehr kommen noch bis zum Frühjahr.

Sie sind auch laut Norm mit gutem Grund verboten: Ein offenes Drahtseilende, in das man die Selbstsicherung einhängen kann und das aber bei Belastung die Sicherung freigibt. Oft sind nicht die Teilnehmer betroffen, weil ein durchgehendes Sicherungssystem besteht. Aber auch Trainer können, vor allem in Stresssituationen, dort falsch einhängen und abstürzen.

 

Oftmals sind sie auch nicht auf dem ersten Blick ersichtlich – so wie in dem Bild zu sehen ist. Findest du das freie Ende? (Es ist ganz oben und hinter die Wicklung gesteckt.)

 

Aber auch klar ersichtliche freie Enden können in Stresssituationen zu Fehlhandlungen führen. Um Fehleinhängungen hierbei zu vermeiden, empfiehlt es sich lose Enden relativ kurz abzuschneiden, maximal eine Handbreite hat sich hier bewährt. 
Oft werden überstehende Seilenden wie im nebenstehenden Bild (mit einer Klemme fixiert) versorgt. Dadurch entsteht ein Fixpunkt, der, wenn die Klemme nicht fest ist, bei Belastung (z.B. in Rettungssituationen) aufgehen kann.

 

Diese Schlaufe ist zwar für Teilnehmer unerreichbar, könnte aber für Wartung, Inspektion oder Bau eine Deadly Trap sein.

Aufstiegsseile werden bei nicht durchgehenden Sicherungen von Teilnehmern für einen „Schnellabstieg“ benützt und müssen dagegen gesichert werden. Es hat diesbezüglich schon mehrere Vorfälle gegeben.

Ein Einhängen und Hinunterspringen darf nicht am Boden enden. Als mögliche Maßnahmen kann man sie weghängen oder sichern. (Beispielsweise: in dem an sie ganz unten festbindet und zusätzlich unter der Plattform mit einem Karabiner zum Baum / Mast hängt.)

Bei nicht durchgehenden Sicherungssystemen, allgemein bei  Sicherunssystemen der Klasse A, B, und C   können auch offene Seilenden von Kletterelementen, welche nicht anständig abschließen zu einer Gefahrenstelle heranwachsen. Hier eine  klassische „Deadly Trap“: Die Schlinge wird nur durch Tape gehalten. Eine häufige Unfallursache. Das Sicherste ist, das Seilende handbreit abzuschneiden.

Seile, in die man die Sicherung einhängen kann, müssen sicher sein. Wenn sie auf den Boden führen, müssen sie gegen Absturz gesichert werden. Das gleiche gilt für Abspannseile.

 

Eine Möglichkeit ist, alle Seile, die nicht sicher sind, dicker zu machen.

Übrig gebliebene Kauschen bieten sich an, die Selbstsicherung einzuhängen. Dies hat bereits zu Abstürzen geführt, da sie durch das Körpergewicht aufgebogen werden können.

Dieser Knoten ist in Reichweite der Teilnehmer und bietet sich an, mit gewissen Sicherungssystemen einzuhängen. Dieser Weberknoten hat allerdings die Eigenschaft sich unter bestimmten Bedingungen zu lösen und ist somit in dieser Situation nicht geeignet.  

Hier wurde versucht, ein Aufstiegsseil zu stehlen. Der Versuch wurde aufgegeben. Der Knoten ist offen, das Seil klemmt sich selbst ab. Beim Aufstieg kann es sich bei wenig verändertem Winkel plötzlich lösen.

„Knoten, die nicht fest an allen 4 Enden zusammengezogen wurden, sind keine Knoten“ lautet eine alte Bergsteigerweisheit. Der nachstehende Knoten scheint nicht richtig festgezogen worden zu sein und läuft Gefahr sich relativ leicht zu lösen.

Karabiner haben grundsätzlich eine vorgegebene Belastungsrichtung. Ein Missachten dieser Belastungsrichtung kann fatale Fehler haben.

Karabiner, die „Triloaded“ sind, haben somit wesentlich verringerte Bruchlast. Karabiner dürfen nur in Längsrichtung und ohne Knickbelastung verwendet werden.

Falls du weitere Warnungen gefunden hast, welche hier noch nicht aufgelistet sind, schreibe uns doch eine email  an info@siebert-knowhow.at und wir ergänzen den Beitrag schnellstmöglich.

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